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Ratgeber Morbus Parkinson

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Morbus Parkinson
Entstehung von Morbus Parkinson

Die genaue Ursache für die Entstehung von Morbus Parkinson ist in den meisten Fällen bisher unbekannt. Parkinson-Syndrome ohne eindeutigen Auslöser werden deshalb als idiopathische Parkinson-Syndrome bezeichnet. Der Arzt unterscheidet verschiedene Formen des Krankheitsverlaufs. Bei den nicht-idiopathischen Parkinson-Syndromen hingegen kann die Ursache i. d. R. ausgemacht und in einigen Fällen auch behandelt werden. Neben Erkrankungen, wie z. B. Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen, können auch bestimmte Medikamente der Auslöser für die Symptome von Morbus Parkinson sein. Sowohl Männer als auch Frauen können an Morbus Parkinson erkranken, die Wahrscheinlichkeit nimmt dabei mit steigendem Alter zu.

 

Entstehung von Morbus Parkinson

Ein Morbus Parkinson ist in den meisten Fällen nicht erblich bedingt und er ist niemals ansteckend. Ebenso wenig ist er zwingend die Folge eines Unfalls, sondern in den meisten Fällen ist die Ursache für die Entstehung schlichtweg unbekannt.

Das idiopathische Parkinson-Syndrom

Spricht ein Arzt von einem idiopathischen Parkinson-Syndrom, meint er damit einen Morbus Parkinson, dessen Ursache unklar ist. Das Wort idiopathisch bedeutet so viel wie „aus sich selbst heraus“ – die Krankheit entsteht, aber über eine äußere Ursache, die sie hervorruft, gibt es keine Kenntnis. Der Begriff Syndrom bezeichnet dabei eine Ansammlung von Symptomen.

Bei einem idiopathischen Parkinson-Syndrom ist jeder Krankheitsverlauf anders. Je nachdem, welches Symptom eines Morbus Parkinson im jeweiligen Fall im Vordergrund steht, werden verschiedene Formen unterschieden. Sind dies Bewegungsarmut (Akinesie) und Muskelsteife (Rigor), spricht der Arzt vom akinetisch-rigiden Typ. Dominiert das Zittern in Ruhe, der so genannte Tremor, handelt es sich um einen Tremor-Dominanz-Typ. Sind alle Symptome etwa gleich stark vertreten, bezeichnet man die Form des Morbus Parkinson als Äquivalenz-Typ. In seltenen Fällen kommt es vor, dass Patienten nur unter einem Zittern in Ruhe, dem Ruhetremor, leiden. Andere Symptome fehlen völlig. Dabei handelt es sich dann um einen monosymptomatischen Ruhetremor.

Nicht-idiopathische Parkinson-Syndrome

Neben dem idiopathischen Parkinson-Syndrom sind auch nicht-idiopathische Parkinson-Syndrome bekannt. Sie werden in Fachkreisen auch als sekundäre Parkinson-Syndrome bezeichnet. Bei diesen Formen ist die Ursache für die Entstehung des Morbus Parkinson bekannt und in manchen Fällen auch entsprechend zu behandeln. Dabei handelt es sich in der Regel um bestimmte Erkrankungen. Dies können Gefäßerkrankungen, ein Normaldruckhydrozephalus, ein Tumor, eine Entzündung, eine Stoffwechselerkrankung, eine Hirnverletzung, eine Gifteinwirkung, eine Depression oder ein essenzieller Tremor sein. In manchen Fällen sind es auch bestimmte Medikamente, die das Parkinson-Syndrom auslösen. Bekannt ist dies u. a. für den Wirkstoff Haloperidol. Auch eine Behandlung mit sogenannten Antiemetika, mit Medikamenten gegen Übelkeit, kann zur Entstehung eines Parkinson-Syndroms führen. Auch die Einnahme von Mitteln aus der Gruppe der Kalziumantagonisten zur Therapie von Hirnfunktionsschwächen und zur Vorbeugung von Migräneanfällen ist eine mögliche Ursache für die Entstehung.

Wer kann erkranken?

Prinzipiell kann jeder Mensch im Laufe seines Lebens an einem Morbus Parkinson erkranken. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Generell ist der Morbus Parkinson jedoch als eine Erkrankung des höheren Alters einzustufen, da nur wenige Menschen vor dem 40. Lebensjahr erkranken. Das häufigste Erkrankungsalter liegt zwischen dem 58. und dem 62. Lebensjahr. Es wird angenommen, dass in Deutschland etwa 300.000 bis 400.000 an Morbus Parkinson erkrankte Menschen leben.

Lydia Köper

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Diagnose Morbus Parkinson

Neben einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient, werden zur Diagnose von Morbus Parkinson auch bestimmte medizinische Untersuchungen durchgeführt. Aufgrund der recht spezifischen Symptome kann der Arzt die Erkrankung i. d. R. schnell erkennen. Die Unterteilung in ein idiopathisches und ein nicht-idiopathisches Parkinson-Syndrom ist hingegen schwieriger. Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom wird zur Diagnose häufig der Levodopa-Test angewandt, dieser gibt allerdings keine gesicherte Auskunft über eine mögliche Erkrankung. Um ein nicht-idiopathisches Parkinson-Syndrom zu diagnostizieren erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch, bei dem der Arzt z. B. nach Vorerkrankungen fragt.

Therapie Morbus Parkinson

Bei der Therapie eines Morbus Parkinson kommt es zunächst darauf an, ob der Betroffene an einem idiopathischen oder einem nicht-idiopathischen Parkinson-Syndrom leidet. Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom erhält der Patient i. d. R. Medikamente, die den durch die Erkrankung ausgelösten Dopamin-Mangel ausgleichen sollen. Mit dieser medikamentösen Therapie sollte möglichst früh begonnen werden. Befindet sich die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium stellt die Tiefe Hirnstimulation eine Option dar, bei der sich der Patient einer Operation unterzieht. Beim nicht-idiopathischen Parkinson-Syndrom wird vorwiegend die ursächliche Krankheit behandelt, da dies in den meisten Fällen zu einem Rückgang der Parkinson-Symptome führt.

Bei Morbus Parkinson handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, bei der Nervenzellen in einem bestimmten Hirnareal, der Substantia nigra, absterben. Da diese Zellen Dopamin enthalten, kommt es in der Folge zu einem Mangel dieses Botenstoffs. Gekennzeichnet ist die Erkrankung durch vier Hauptsymptome. Zu Beginn der Erkrankung kann es bei den Betroffenen häufig zu einer Bewegungsverlangsamung kommen, mit der Sprech- und Schluckstörungen einhergehen können. Des Weiteren gehören Muskelversteifung, Zittern und Störungen der Halte- und Stellreflexe zu den Symptomen von Morbus Parkinson. Darüber hinaus können weitere Begleitsymptome, wie z. B. Schlaf- oder Blasenfunktionsstörungen auftreten.