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Ratgeber Morbus Parkinson

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Morbus Parkinson
Wissenswertes über Morbus Parkinson

Da Morbus Parkinson nicht heilbar ist, wird nach Möglichkeiten gesucht, die Symptome der Erkrankung zu lindern. Neben neuen Medikamenten wird auch an einem Impfstoff geforscht, der einem bestimmten Protein entgegenwirkt, dem alpha-synuclein. Eine Reduktion dieses Proteins könnte den Verlauf der Erkrankung verlangsamen. Neben den vier Hauptsymptomen sollen in Zukunft auch die nicht-motorischen Begleitsymptome an Relevanz für die Diagnose eines Morbus Parkinson gewinnen. So soll eine frühzeitigere Diagnose ermöglicht werden, um zu verhindern, dass bereits erste motorische Störungen auftreten. Auch die Therapie der nicht-motorischen Symptome spielt eine große Rolle, damit die Betroffenen besser mit der Erkrankung leben können.

Wissenswertes über Morbus Parkinson

Impfung gegen Parkinson

Morbus Parkinson gilt heute als gut behandelbar, eine Heilung ist aber nicht möglich. Seit 2012 gibt es einen neuen Ansatzpunkt bei der Bekämpfung der Krankheit – die Entwicklung eines Impfstoffs. Es konnte nachgewiesen werden, dass Ablagerungen und Anreicherungen eines bestimmten Proteins, welches als alpha-synuclein bezeichnet wird, für das Fortschreiten eines Morbus Parkinson mit verantwortlich sind. Eine Reduktion von alpha-syn sollte sich daher positiv auf den Verlauf eines Morbus Parkinson auswirken. Und genau dort setzt der Impfstoff an. Er induziert eine wirksame Immunantwort gegen körpereigenes alpha-synuclein, so dass die Menge im Hirn deutlich reduziert wird. Der Impfstoff befindet sich allerdings noch in der klinischen Entwicklung, so dass seine Wirksamkeit und Verträglichkeit in großen Studien noch nachzuweisen ist. Sollten alle Studien positiv ausfallen, wird bis zur Verfügbarkeit für die Patienten noch Zeit vergehen. Aktuell befindet sich der Wirkstoff in der Phase I der klinischen Entwicklung.

Nicht-motorische Symptome eines Morbus Parkinson

Neben der Entwicklung neuer Medikamente zur Therapie eines Morbus Parkinson wird auch an einer verbesserten Diagnostik geforscht. In Bezug auf Störungen der Geruchswahrnehmung sind sich Experten einig, dass diese häufig vor dem Auftreten der ersten motorischen Symptome eines Morbus Parkinson entstehen. Auch eine Obstipation, eine Verstopfung, ist zu den möglichen prämotorischen Parkinson-Symptomen zu zählen. Zu den weiteren frühen Veränderungen zählen das Auftreten von Depressionen und Schlafstörungen. Zurzeit ist es nicht möglich, einen Morbus Parkinson zu diagnostizieren, bevor die klassischen motorischen Störungen wie eine Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), eine Muskelversteifung (Rigor), ein Zittern (Tremor) und eine Störung der Halte- und Stellreflexe (posturale Instabilität) auftreten. Wenn in Studien die nicht-motorischen Symptome des Morbus Parkinson weiter analysiert werden, könnte es in der Zukunft unter Umständen machbar sein, einen Morbus Parkinson frühzeitig, also bereits vor dem auftreten motorischer Einschränkungen und Probleme, zu diagnostizieren.

Auch die Therapie eines Morbus Parkinson befasst sich zunehmend auch mit der Behandlung der nicht-motorischen Symptome. Schlaf-Verhaltensstörungen, wie sie häufig mit der Erkrankung einhergehen, können beispielsweise sehr effektiv mit Benzodiazepinen behandelt werden. Befinden sich Parkinson-Patienten noch in einem sehr frühen Krankheitsstadium, kann das Fortschreiten nicht-motorischer Symptome durch den Einsatz von MAO-B-Hemmern deutlich verlangsamt werden. Der Einsatz von Dopamin-Agonisten kann bestehende Depressionen verbessern.

Hauptziel der Parkinson-Forschung ist dennoch die Entwicklung neuroprotektiver Medikamente, die den Zelltod von Nervenzellen in der Substantia nigra verhindern können. Wann diese Vision allerdings Realität werden wird, ist bis heute nicht vorherzusehen. Trotz der erzielten Fortschritte in der Forschung konnte bisher kein Ansatz entwickelt werden, der die Anforderungen einer Neuroprotektion abdeckt.

Lydia Köper

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Therapie Morbus Parkinson

Bei der Therapie eines Morbus Parkinson kommt es zunächst darauf an, ob der Betroffene an einem idiopathischen oder einem nicht-idiopathischen Parkinson-Syndrom leidet. Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom erhält der Patient i. d. R. Medikamente, die den durch die Erkrankung ausgelösten Dopamin-Mangel ausgleichen sollen. Mit dieser medikamentösen Therapie sollte möglichst früh begonnen werden. Befindet sich die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium stellt die Tiefe Hirnstimulation eine Option dar, bei der sich der Patient einer Operation unterzieht. Beim nicht-idiopathischen Parkinson-Syndrom wird vorwiegend die ursächliche Krankheit behandelt, da dies in den meisten Fällen zu einem Rückgang der Parkinson-Symptome führt.

Diagnose Morbus Parkinson

Neben einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient, werden zur Diagnose von Morbus Parkinson auch bestimmte medizinische Untersuchungen durchgeführt. Aufgrund der recht spezifischen Symptome kann der Arzt die Erkrankung i. d. R. schnell erkennen. Die Unterteilung in ein idiopathisches und ein nicht-idiopathisches Parkinson-Syndrom ist hingegen schwieriger. Beim idiopathischen Parkinson-Syndrom wird zur Diagnose häufig der Levodopa-Test angewandt, dieser gibt allerdings keine gesicherte Auskunft über eine mögliche Erkrankung. Um ein nicht-idiopathisches Parkinson-Syndrom zu diagnostizieren erfolgt ein ausführliches Anamnesegespräch, bei dem der Arzt z. B. nach Vorerkrankungen fragt.

Die genaue Ursache für die Entstehung von Morbus Parkinson ist in den meisten Fällen bisher unbekannt. Parkinson-Syndrome ohne eindeutigen Auslöser werden deshalb als idiopathische Parkinson-Syndrome bezeichnet. Der Arzt unterscheidet verschiedene Formen des Krankheitsverlaufs. Bei den nicht-idiopathischen Parkinson-Syndromen hingegen kann die Ursache i. d. R. ausgemacht und in einigen Fällen auch behandelt werden. Neben Erkrankungen, wie z. B. Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen, können auch bestimmte Medikamente der Auslöser für die Symptome von Morbus Parkinson sein. Sowohl Männer als auch Frauen können an Morbus Parkinson erkranken, die Wahrscheinlichkeit nimmt dabei mit steigendem Alter zu.